Verbot von „Besseres Hannover“

Anscheinend hat heute das niedersächsische Innenministerium die Kameradschaft „Besseres Hannover“ verboten. Im gleichen Zuge durchsuchten die Polizei ca. 20 Wohnungen von Mitgliedern in und um Hannover. Dabei beschlagnahmten sie unter neben einigen Computern und Speichermedien auch eine Hakenkreuzfahne und mehrere Waffen.
Auf der einen Seite ist dieser Schritt der Polizei erfreulich, jedoch müssen wir uns fragen wohin die ständigen Verbote führen und was die Neonazis tun wenn ihnen das Flyer verteilen verboten wird, schließlich bleiben sie Neonazis. Trotz Verbot.

HAZ- Artikel [1],[2],[3]
Neue Presse- Artikel [1],[2]
TAZ- Artikel [1],[2]
NDR- Artikel[1],[2],[3]

Antifaschistischer Infotisch am „Rockhouse“

Wir die Kampagne „Nazis die Räume nehmen“, werden am kommenden Freitag den 21.09.2012 einen antifaschistischen Infotisch am „Rockhouse“ in der Innenstadt von Hannover durchführen. Ziel dabei ist auf die vermehrt auftretenden Neonazis in der Innenstadt Hannovers aufmerksam zu machen.
In der Altstadt von Hannover sowie in der Jugendszene auf dem Opernplatz, halten sich in den letzten Jahren vermehrt Neonazis auf und werben für ihr menschenverachtendes Weltbild. Da ein Großteil der Jugendlichen auf dem Opernplatz auch Besucherinnen des Rockhous sind, gehen wir davon aus, dass auch dort weiterhin Neonazis verkehren. Der Sprecher der Kampagne dazu: „Schon 2008 haben wir auf das Treiben der Neonazis im Rockhouse aufmerksam gemacht. Leider hat sich daran anscheinend nichts geändert.“
Weiterhin gilt es den gewaltsamen Angriffen der Neonazis aktiven Antifaschismus entgegen zu stellen. So wurde schon im August ein Infostand der Kampagne am Opernplatz von Neonazis überfallen. Anstatt die Neonazis festzunehmen, wurde jedoch wiedereinmal der angegriffene Antifaschist mitgenommen und dessen Notwehrhandlung in eine vermeintliche Attacke umgedeutet. Dabei stellte dieser Überfall nur den ersten von drei Angriffen dar, bei denen Neonazis in Niedersachsen mit einem Messer versuchten AntifaschistInnen zu attackieren und mindestens schwer zu verletzen. So wurden noch im gleichen Monat in Barsinghausen und Lüneburg AntifaschistInnen ebenfalls mit einem Messer angegriffen.

Gegen die Kriminalisierung von AntifaschistInnen!
Nazis die Räume nehmen!

Demonstration in Barsinghausen

Auf Grund der Vorfälle am letzten Wochenende wird es am kommenden Samstag eine Demonstration in Barsinghausen geben. Das Motto der veranstaltung ist „Enough is enough, Nazigewalt entschlossen entgegentreten“ und wird um 13:15 Uhr am Bahnhofvorplatz beginnen. Wir begrüssen diese Antwort auf die Naziübergriffe und rufen alle auf sich an der Demonstration zu beteiligen. Für diejenigen, die aus Hannover kommen, gibt es eine geminsame Anreise. Dafür treffen wir uns um 12:15 Uhr am HBF.

Zeigt euch solidarisch mit den Betroffenen von Nazigewalt und kommt nach Barsinhausen

Antifaschistische Demonstration

Am 11.08.2012 um 18 Uhr startete in Hannover am Steintorplatz eine antifaschistische Demonstration als Reaktion auf die beiden Naziangriffe in der Nacht vom 10.08 auf den 11.08.2012 in Hannover und Barsinghausen (bei Hannover). Die Demo war, mit 350 Teilnehmer_innen, erfreulich gut besucht in Anbetracht der kurzen Mobilisierungszeit von unter 24 Stunden. So versammelte sich ein breites Spektrum an Menschen. Von autonomen Antifaschist_innen über kurdische Gewerkschafter_innen bis hin zu den Jusos, waren verschiedenste Menschen gekommen um ihre Solidarität mit den Angegriffenen zu bekunden und den Nazis deutlich zu machen, dass solche Angriffe nicht unbeantwortet bleiben werden.

Die Polizei hielt sich während der ganzen Demo zurück und beschränkte sich auf ihre originäre Aufgabe bei solchen Anlässen, das Regeln des Verkehrs. Der Demonstrationszug zog vom Steintorplatz am Schillerdenkmal vorbei zur Kurt-Schumacher Straße. Hier gab es einen kurzen Redebeitrag vor der Innenstadtwache in der Herschelstraße, die in der Vergangenheit immer wieder durch rassistische Übergriffe und Gewalt gegen festgenommene Linke aufgefallen ist. Auch für den Polizeieinsatz nach dem Naziangriff am Opernplatz in Hannover sind die Beamten der Herschelstraße verantwortlich gewesen. Danach zog die Demo am Hauptbahnhof vorbei zum Opernplatz um am Ort des Angriffs eine Abschlusskundgebung abzuhalten. Nach der Abschlusskundgebung wurden die Teilnehmer_innen mit dem Hinweis nur in Gruppen zu gehen und auf einander auf zupassen verabschiedet. Die Demo löste sich gegen 20 Uhr auf.

350 Teilnehmer_innen die entschlossen aufgetreten sind und nach außen hin deutlich gezeigt haben, was sie von messerstechenden Nazis und der wegsehenden Polizei halten, unserer Meinung nach ein voller Erfolg. Diese Demo ist nicht die letzte Reaktion auf diesen Naziangriff, sondern lediglich die Erste. Achtet auf weitere Ankündigungen und werdet selber aktiv.

Kampagne „Nazis die Räume nehmen“, 12.08.2012, Hannover

HAZ- Artikel

Nazi mit Messer

Am Freitag den 10.08.2012 zwischen 21:00 Uhr und 21:30 Uhr haben die dem Umfeld von „Besseres Hannover“ zugehörigen Nazis Ralf Hansen, Maximilian Feige und Lukas Richter, sowie weitere Personen aus dem rechten Spektrum einen Infostand der „Kampagne Nazis die Räume nehmen“ auf dem Opernplatz in Hannover angegriffen. Lukas Richter zog während des Angriffs ein Messer und stach mehrfach nach einem Antifaschisten, der vorher an dem Infostand teilgenommen hatte, mit der Absicht diesen zu verletzen oder zu töten. Ralf Hansen setzte während des Angriffs ein Pfefferspray ein und alle beteiligten Nazis warfen Flaschen auf die anwesenden Antifaschist_innen. Nur dem Glück ist es zu verdanken, dass es bei diesem Angriff nicht zu lebensgefährlichen bzw. tödlichen Verletzungen gekommen ist. Dieser Angriff war eindeutig politisch motiviert.

Wir, die Kampagne „Nazis die Räume nehmen“ haben den obengenannten Infostand von 19:00 bis 21:00 am Opernplatz durchgeführt. Ziel des Infostandes war es die Jugendszene am Opernplatz über faschistische Strukturen in Hannover und Umgebung zu sensibilisieren. Ein besonderes
Augenmerk liegt auf dem Opernplatz, weil aktive Nazis aus Hannover dort versuchen Jugendliche zu agitieren. Um 21:00 Uhr meldete der Anmelder den Infostand ab und die anwesenden Antifaschist_innen begannen abzubauen und die eingesetzten Polizeikräfte entfernten sich vom Ort des Geschehens. In der Phase des Abbaus tauchten die Nazis auf und griffen, wie oben geschildert den Stand an. Nach dem Angriff nahm die inzwischen alarmierte Polizei einen der angegriffenen Antifaschist_innen fest und ließ den Nazi Lukas Richter laufen.

Wenige Stunden nach dem Angriff auf den Infostand in Hannover, griffen Lukas Richter, Maximilian Feige und weitere Nazis in der Barsinghäuser Innenstadt einige Antifaschist_innen an. Wie schon zuvor ging Lukas Richter mit einem Messer auf einen der angetroffenen Antifaschisten los und verletzte ihn im Gesicht und am Rücken. Zuvor wurden die Nazis gesehen, wie sie mit brennenden Molotov-Cocktails durch die Barsinghäuser Innenstadt zogen. Die Polizei stellte das Messer sicher, aber war nicht in der Lage die Nazis festzunehmen. Im Gegenteil sie trat den angegriffenen Antifaschist_innen aggressiv gegenüber und schubste sie herum. Dieses Verhalten der Polizei verwundert uns nach dem bekanntgewordenen Versagen der Behörden im Fall NSU nicht im geringsten. Im Gegenteil es macht uns ziemlich wütend und wir verurteilen es zu tiefst
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Lukas Richter

Mit Glatze in der Mitte Mximilian Feige

ganz rechts Ralf Hansen

Naziaufmarsch in Bad Nenndorf

Am letzten Samstag, dem 04.08.2012 veranstalteten Neonazis, aus dem Spektrum der „Freien Kräfte“, einen so genannten „Marsch der Ehre“ in Bad Nenndorf. In den letzten Jahren wurde dieser Naziaufmarsch noch als „Trauermarsch“ durch geführt und von dem Nazi-Kader und ehemaligen Mitglied der berreits aufgelösten NOS (Nationale Offensive Schaumburg) Marcus Winter angemeldet. Diesesmal wurde der Aufmarsch jedoch von dem in Verden lebenden Matthias Schulz angemeldet.
Der Aufmarsch begann, wegen zahlreicher Blockaden, mehrere Stunden nach offizielem Start erst um 16 Uhr. Die Neonazis mussten auch an einer Blockade, die schon am Freitag angefangen hatte, vorbeilaufen, da die Polizei es nicht schaffte die an einer Bettonpyramiede festgeketteten Antifaschisten von der Demonstrationsroute zu entfernen. Durch die große Verspätung des Aufmarsches konnten die Neonazis die von Christian Worch angemeldete Kundgebung auf dem hannoverschen ZOB nicht warnehmen. Insgesammt machten sich ca. 400 Neonazis und ca. 1000 Antifaschisten auf den Weg nach Bad Nenndorf.

Bilder vom Aufmarsch
HAZ Artikel

Ausstellung in der IG BCE

In der Hauptverwaltung der IG BCE (Industiregewerkschaft – Bergbau Chemie Energie) ist diesen Monat die Ausstellung der Freien Berliner Universität: „Seid wachsam, dass über Deutschland nie wieder die Nacht hereinbricht“ zu besichtigen. Die Ausstellung zeigt in Konzentrationslager inhaftierte Gewerkschafter zwischen 1933 und 1945.

Geöffnet ist die Ausstellung Mo-Fr von 9-20 Uhr und Sa von 10-14 Uhr bis zum 13.08.12 .

Rechts gleich links??? Wozu der Extremismusbegriff?

Rechts gleich links??? Wozu der Extremismusbegriff?
Mit Dr. Gerd Wiegel (Politikwissenschaftler)
Wer nicht zur politisch legitimierten Mitte zählt, wird unter den Verdacht des „Extremismus“ gestellt. Die bürgerliche Mitte kann damit unerwünschte Akteur_innen und Positionen ausgrenzen, ohne sich argumentativ mit diesen auseinandersetzen zu müssen. Humanistisch emanzipatorische Politikansätze werden mit der menschenverachtenden Ideologie der extremen Rechten gleichgesetzt. Mit dem Begriff des „Extremismus“ und der sogenannten Totalitarismusdebatte wird versucht, fortschrittliche linke Politik zu ächten und zu bekämpfen. Der Koalitionsvertrag der CDU/FDP-Regierung sieht vor, einen Teil der Gelder der „Rechtsextremismusprogramme“ nunmehr zur Bekämpfung von „Linksextremismus“ auszugeben. Doch rechts ist nicht gleich links.
Um folgende Fragen soll es an diesem Abend besonders gehen:
Wie definiert sich der Begriff und wer definiert, was „extrem“ ist? Was besagt die Totalitarismustheorie? Welche Rolle hat der Verfassungsschutz?
Wie wollen wir mit dem Begriff umgehen? Mit welchen Argumenten begegnen wir den Stigmatisierungsversuchen der herrschenden Politik und welche Bedeutung hat die Debatte für die antifaschistische Bündnisarbeit?

Mi. 10.11.2010 20 Uhr Raschplatz-Pavillon

Montag, 16. August 2010 um 19 Uhr: Vortrag Kinder- und Jugendarbeit der extremen Rechten

Wichtige Information: Die Veranstaltung wurde in die Fachhochschule Hannover, Blumhardtstr. 2, 30625 Hannover verlegt und findet dort planmäßig um 19 Uhr statt!

„Jugendarbeit der extremen Rechten
Ob Parteistrukturen (NPD), völkisch-nationalistische Vereine (HDJ) oder subkulturell-geprägte Neonazijugendgruppen: ist die Neonaziszene auch sehr unterschiedlich, so haben doch alle das eine Ziel, möglichst viele neue – vor allem junge – Leute für ihre Interessen zu gewinnen. In
dieser Veranstaltung soll es darum gehen, darüber aufzuklären, wie die verschiedenen neonazistischen Akteur_Innen gezielt versuchen, bereits
Kinder und Jugendliche zu erreichen und zu prägen. Ziel ist es, den Teilnehmenden ausreichende Kenntnisse zu vermitteln, um die einzelnen Gruppen und Bestrebungen frühzeitig erkennen und diesen entgegenwirken zu können.“

Comic-Broschüre zur kritischen Auseinandersetzung mit Nationalismus & Patriotismus


Die „antifaschistische Gruppe 5″ aus Marburg hat anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer 2010 einen Comic mit dem Titel „Mandi“ herausgebracht. Der Comic setzt sich kritisch mit Nationalismus und so genanntem Partypatriotismus auseinander. Gestaltung und Titel sind in Anlehnung an die „Andi“-Comics des Verfassungsschutzes Nordrhein-Westfalen gewählt worden.

Die Broschüre und weitere Infos findet ihr hier