Wichtige Information: Die Veranstaltung wurde in die Fachhochschule Hannover, Blumhardtstr. 2, 30625 Hannover verlegt und findet dort planmäßig um 19 Uhr statt!
„Jugendarbeit der extremen Rechten
Ob Parteistrukturen (NPD), völkisch-nationalistische Vereine (HDJ) oder subkulturell-geprägte Neonazijugendgruppen: ist die Neonaziszene auch sehr unterschiedlich, so haben doch alle das eine Ziel, möglichst viele neue – vor allem junge – Leute für ihre Interessen zu gewinnen. In
dieser Veranstaltung soll es darum gehen, darüber aufzuklären, wie die verschiedenen neonazistischen Akteur_Innen gezielt versuchen, bereits
Kinder und Jugendliche zu erreichen und zu prägen. Ziel ist es, den Teilnehmenden ausreichende Kenntnisse zu vermitteln, um die einzelnen Gruppen und Bestrebungen frühzeitig erkennen und diesen entgegenwirken zu können.“

Die „antifaschistische Gruppe 5″ aus Marburg hat anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer 2010 einen Comic mit dem Titel „Mandi“ herausgebracht. Der Comic setzt sich kritisch mit Nationalismus und so genanntem Partypatriotismus auseinander. Gestaltung und Titel sind in Anlehnung an die „Andi“-Comics des Verfassungsschutzes Nordrhein-Westfalen gewählt worden.
Die Broschüre und weitere Infos findet ihr hier
Am heutigen Abend gibt Steffen Kreuseler einen kleinen Einblick in die Arbeit des Institutes für die Geschichte des antifaschistischen Widerstands
und für Zeitgeschichte in der Provinz Reggio Emilia, „Istoreco.“ Schwerpunktmäßig setzt sich die Geschichtswerkstatt mit der Historie des
italienischen Widerstandes zu Zeiten des Faschismus auseinander.
In Form von Interviews, Filmbeiträgen und Bildern widmet sich Kreuseler den Fragen, auf welchem Wege die Menschen zum Widerstand gekommen sind, was ihre entscheidenden Beweggründe waren, welche Konsequenzen sich daraus für ihren Alltag ergaben und welche Rolle die übrige Bevölkerung spielte.
Darüber hinaus geht er auf Projekte und Institutionen ein, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Partisanenverbänden entstanden, sowie deren politische Rolle im postfaschistischen Italien. Abgerundet wird der Vortrag durch einen Erlebnisbericht der Agentur „Esteri,“ die jährlich eine Wanderung mit Zeitzeugen des Widerstands am Orte des Kampfes und der Trauer veranstalten.
Weitere Infos hier

Weiter Informationen unter www.ausschalten.wordpress.com
Samstag, 29. Mai 2010 im Indiego Glocksee um 29 Uhr:
Vortrag „National Socialist Hardcore“ AUSSCHALTEN!
War Hardcore in seiner Anfangszeit eher links geprägt, verbreiteten ab Mitte der neunziger Jahre neonazistische „White-Power“-Bands wie Max Resist oder Blue Eyed Devils in den USA ihre menschenverachtenden Inhalte unter dem Label HC.
Ähnlich der Entwicklung der Neonaziszene lösen ab etwa 2000 auch die neuen extrem rechten Hardcorebands wie die deutsche Gruppe Path of Resistance die klassischen „White-Power“-Eindeutigkeiten auf, alten Parolen und rassistische Ästhetik weicht zugunsten eines jugendkulturellen und rebellischem Image, was auf den ersten Blick kein extrem rechtes Weltbild erkennen lässt.
Die Abkehr vom traditionellen Nazibild entpuppt sich bei genaueren Betrachten jedoch noch immer als offensiv neonazistisch, gibt sich die Szene doch auch selbst die Bezeichnung „National Socialist Hardcore“.
Seit mehren Jahren informiert das „Redaktionskollektiv Balance the Books“ zu
„National Socialist Hardcore“ durch Vorträge und Publikationen und wird an diesem Abend über ihre Arbeit berichten.
„Eine Insel im braunen Meer“- Proletarischer Widerstand in den 30er Jahren.
Kulturpalast Linden/28.04./19 Uhr
„Wir fanden das Gewerkschaftshaus in Hannover mit Stacheldrahtverhauen gesichert und die Eingänge mit Reichsbannerleuten in Uniform bewacht. Da ging uns das Herz auf, der schwere Druck unserer Berliner Erlebnisse wich, die Zuversicht der Hannoveraner Genossen und ihr Vertrauen auf die ungebrochene Kraft der freien Arbeiterbewegung steckte uns an.“ (Wilhem Hoegner 1933 auf seiner Flucht vor ‚Hitler‘) Auch wenn dieser Bericht sicher etwas zu überschwänglich war, so muss Hannover doch als Hochburg eines breiten, von der Basis getragenen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus gesehen werden.
Mit der ‚Sozialistischen Front‘, welche allein in Linden-Nord dem ‚Herzen des roten Linden‘ etwa 150 Mitglieder hatte, war die größte lokale Widerstandsgruppe Deutschlands in Hannover beheimatet. Der Internationale Sozialistische Kampfbund, leistete bis zu seiner Zerschlagung durch die Gestapo im Jahre 1938, organisierten Widerstand in Hannover, zu einer Zeit als der organisierte Widerstand der KPD und SPD seit Jahren erloschen war.
In unserer Veranstaltungsreihe 2010 wollen wir euch deshalb am 28.04. um 19 Uhr in den Kulturpalast Linden zu einer Reise durch die oft vergessene Geschichte des proletarischen Widerstandes in Hannover zwischen 1930 und 1945 einladen.

Immer öfter werden Menschen, die nicht ins Weltbild der Neonazis passen, angegriffen. Im Jahr 2008 gab es etwa 20.400 rechte Straftaten. Seit 1990 wurden etwa 190 Menschen bundesweit von Neonazis sogar ermordet. Angesicht dieser Situation ist die Gleichstellung von AntifaschistInnen mit Nazis unter dem Begriff „extremistische Gewalt“ durch die Familienministerin
Kristina Schröder eine grundsätzlich verfehlte Politik, welche die rechte Gewalt gegenüber Menschen herunter spielt.
Dies zeigt ein aktueller Fall rechter Gewalt in Hannover: In der Silvesternacht fand in der Innenstadt ein brutaler Übergriff von Neonazis auf einen 18-jährigen statt (wir berichteten). Eine Gruppe von etwa acht Männern schlug auf den Jugendlichen ein. Er erlitt Verletzungen am Kopf. Gegen zwei bekannte Neonazis aus Wunstorf und Kleefeld läuft nun eine Anzeige wegen schwerer
Körperverletzung. Weitere Täter konnten jedoch nicht ermittelt werden,
da die Polizei trotz vieler Aufforderungen des Betroffenen die Videobänder der Üstra nicht sicherte. Dies zeigt, dass die Polizei, aber auch Medien und Politik das Thema Rechte Gewalt längst nicht so ernst nehmen, wie sie es sollten. Ein solches Fehlverhalten von der Polizei muss Konsequenzen haben!
In Hannovers Stadtteilen, beispielsweise in Misburg oder Kleefeld, aber auch in der Innenstadt werden die Zeichen einer aktiven rechten Szene immer offensichtlicher. In Kneipen und auf öffentlichen Plätzen treffen sich Anhänger der rechten Szene ungestört zum Feiern und verschandeln die Straßen mit faschistischen Graffitis und Aufklebern. Wir werden nicht zulassen, dass Neofaschisten in der Gesellschaft auf diese Art und Weise an Einfluss gewinnen.
Wir wenden uns nicht nur gegen rechte Gewalt, sondern gegen diese menschenverachtende Ideologie an sich.
Beteiligen Sie sich an den Aktionen am 05. und 06. März und setzen Sie ein lautes Zeichen gegen rechte Gewalt in Hannover und anderswo.
Denn eins ist sicher: Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
Der Tod des Neonazi-Anwalts Jürgen Rieger aus Hamburg war wohl das bedeutendste Ereignis innerhalb der rechtsradikalen Szene in Deutschland. Das plötzliche Ableben des NPD-Vizes hat auch Auswirkungen auf die Aktivitäten in Niedersachsen. Neonazi-“Trauermarsch“ in Bad Nenndorf (Foto: indi-rex)Innerhalb der Neonazi-Szene von Hannover bis nach Ostwestfalen ist zudem ein neues Netzwerk entstanden, das trotz Inhaftierung lokaler Kader vor Ort und überregional auftritt. Der alljährliche neonazistische Aufmarsch in Bad Nenndorf konnte wiederum an Bedeutung gewinnen und stellte – aufgrund der verbotenen 1.-Mai-Demonstration in Hannover – die größte Ansammlung von Rechtsradikalen in Norddeutschland dar.
Weiter geht es auf INDI-REX
Am Abend des 2. November fand im Musikzentrum ein Konzert mit der rechtsoffenen „Deutschrockband“ Frei.Wild statt.
Das Musikzentrum und die Veranstalter_innen wurden im Vorfeld des Konzertes mit der bestehenden Problematik um die Band konfrontiert (siehe Artikel vom 16.Oktober 2009) und ließen das Konzert ohne Bedenken stattfinden.
Wie zu erwarten, konnten bei genauerem Hinsehen etliche Personen der hannoverschen Neonaziszene ausfindig gemacht werden, die sich unter das vermeintlich „unpolitische“ Publikum mischten.
Auf der bisherigen Tour wurde die Band und dessen Konzertveranstalter_innen bereits in mehreren Städten mit Protest konfrontiert:
Lübeck
Glatten/Freudenstadt
Fürth und Heilbronn

Dieses Jahr finden zum zweiten Mal vom 11. bis zum 21. November Aktionen unter dem Motto „Siempre Antifascista“ statt. Im vergangenen Jahr fanden erfolgreiche Aktionen, wie eine kraftvolle Demonstration unter dem Titel „Kein Kiez für Nazis“ mit mehr als tausend TeilnehmerInnen im Nordostberliner Stadtteil Pankow ,ein Festival sowie eine internationale antifaschistische Konferenz mit ReferentInnen aus Spanien, Russland, Italien, Tschechien und Serbien, die für eine breite öffentliche Resonanz sorgte, statt.
In diesem Jahr sind das Gedenken an die von Neonazigewalt betroffenen Menschen, Antifaschismus in Subkulturen und eine internationale Antifa-Bewegung weiterhin die zentralen Punkte unserer Arbeit.
11.—21. November 2009: Internationale Gedenktage für alle Opfer und betroffenen Personen von Neonazigewalt. Aktives Gedenken heißt vorwärts schreiten, Erinnern heißt Kämpfen- kreative Aktionen gegen neonazistische Strukturen und rechtes Gedankengut. In eurer Region – in eurer Stadt.
Gedenkt den betroffenen Personen, seid solidarisch und aktiv!
Wir sehen uns als Teil einer weltweit kämpfenden Antifa-Bewegung.
Macht Aktionen in den Städten dieser Welt.…
Weitere Infos unter Siempre Antifascista
Eine Informationsveranstaltung der Kampagne „Siempre Antifascista“ zu Rechtsrock und Grauzone findet am 6. 11. 2009 um 19 Uhr im Indiego Glocksee Hannover statt!
Gerade in letzter Zeit tauchen immer wieder Diskussionen um Bands auf, die vermeintlich „unpolitisch“ sind aber Querverbindungen zum rechten Milieu aufweisen. Der Konsens „mit Nazis trinkt und feiert mensch nicht“ ist längst gebrochen. Und so verwundert es nicht, das Bands wie „Stomper 89“ in linken Läden wie dem Conne Island in Leipzig spielen dürfen und in den AJZ’s der Republik Shirts mit Aufdrucken von Bands wie „Freiwild“ oder „Krawallbrüder“ nicht unbedingt eine Seltenheit sind. Der Begriff „Grauzonen-Bands“ hat sich für diese Sorte von Bands mittlerweile etabliert und selbst die rechtsoffene Oi!-Szene hat sich derzeit des Begriffs bemächtigt und koketiert mit dem Label „Grauzone“. Die Veranstaltung bietet einen Einstieg in die Grauzonen-Thematik. Weiterhin wird auf rechte Verstrickungen von Bands, so wie auf den Bereich Rechtsrock und NS-Hardcore eingegangen. Aus den verschiedenen Spektren werden jeweils ein paar Protagonisten dieser Strömungen vorgestellt.
Außerdem werden ReferentInnen der north east antifascists (nea) aus Berlin die Kampagne vorstellen und es soll diskutiert werden wie internationale Gedenktage für betroffene Personen von Neonazigewalt auch in Hannover gestaltet werden können.